3tes Kapitel
Am nächsten Morgen ging Alwin gleich nach dem Frühstück zu Lukas. Lukas empfing ihn fröhlich und sagte: "Wir können gleich losgehen, ich muß mich nur noch mal eben umziehen.
Als Lukas sich umgezogen hatte, gingen sie los. Auf einmal fragte Lukas, als sie bei der Hauptstraße angelangt waren, "Warum gehen wir eigenlich zu dem großen Kaufhaus hier. Woher wissen wir denn, daß die Maus da überhaupt wohnt?" Alwin meinte: "Stimmt, aber vielleicht finden wir ihn dort ja. Lukas: "Nee, nee! Wir gucken lieber erst mal in der Stadt herum."
Sie gingen durch alle Seitenstraßen, die Ottersberg hatte. Über alle Hauptstraßen und Einbahnstraßen. Doch sie fanden die Maus nicht. Da meinte Alwin: "Ich finde, wir gucken lieber doch in dem Einkaufszentrum."
Also gingen sie zum Kaufhaus. Das Geschäft hatte gerade mal geöffnet, also waren wenig Leute da, welche sie nicht bemerkten. Sie gingen durch die Drehtür und sahen im Erdgeschoss nach. Sie suchten das ganze Erdgeschoß durch, fanden sie aber nicht. Dann gingen sie Richtung Rolltreppe und fuhren ins erste Geschoss. Auch in dem ersten Geschoss suchten sie vergebens. Da meinte Alwin: "Dann müssen wir wohl ins zweite Geschoss." Im zweiten Geschoss suchten sie alle Winkel und Ecken ab, aber da fanden sie auch nichts.
Sie gingen ins dritte Geschoss, suchten nach und fanden wieder nichts. Und dann sagte Alwin: "Wahrscheinlich ist die Maus im 10. Geschoss." Sie fuhren sieben Geschosse hoch. Im 10. suchten sie auch vergebens. Nun guckten sie das ganze Haus durch. Nach zwei Stunden schlug Lukas vor, doch mal in der Schulbibliothek nachzugucken, denn dort hatte sie das Buch gestohlen.
Darauf gingen sie wieder zurück zur Schulbibliothek. Als sie reinkamen, sahen sie die Maus ganz ungestört an einem Buch rumknabbern. Als die Maus sie bemerkte, rannte sie sofort weg. Lukas und Alwin rannten ihr hinterher. Durch die Tür, durch Seitenstraßen und an einer Hauptverkehrsstraße. Nun bogen sie noch einmal in eine Seitenstraße ein. Dann verschwand sie in einer Haustür, die gerade aufgemacht wurde. Sie wollten gerade reinspringen, doch da knallte die Haustür zu. Da fragte Alwin Lukas: "Wie sollen wir da bloß reinkommen?" Lukas meinte: "Vielleicht durch den Türspalt." Alwin: "Sag mal, spinnst du? DAs ist `ne neue Haustür, da ist der Türspalt vielleicht gerade mal einen Millimeter breit.!"
"Oh, daran habe ich nicht gedacht!" meinte Lukas.
Dann entdeckten sie eine abgeknabberte Stelle in der Haustür. Lukas meinte: "Vielleicht passen wir ja da durch. Lukas versuchte es und schaffte es. Alwin kroch dann auch durch. Lukas meinte: "Jetzt müssen wir nur noch sein Mauseloch finden."
Also kletterten sie mit Mühe die erste Treppe hinauf. Sie suchten und suchten. Dann gingen sie die zweite Treppe hinauf. Auf einmal brach Alwin in der Treppe ein und meinte: "Die ist aber ganz schön morsch, wenn sogar ich hier einbreche und ich wiege immerhin gerade mal 20 Gramm!" Sie kletterten weiter.
Auf einmal sahen sie eine Tür mit einem Türspalt, der an einer Stelle fünf Zentimeter hoch war. Alwin meinte: "Vielleicht ist in der Wohnung ja das Mauseloch von der Maus." Sie krochen durch den Türspalt und kamen in eine muffelige Bude. Alles roch nach Zigarrettenqualm und Bier. Da fragte Alwin: "Wie eine Maus es bloß aushalten konnte in so einer Wohnung sein Mauseloch zu haben. Lukas fragte sich, ob die Maus hier überhaupt wohnte. Er konnte es sich nicht vorstellen. Trotzdem suchten sie. Aber sie fanden kein Mauseloch.
Als sie wieder aus der Wohnung rauskamen, stöhnte Alwin: "Puhh, ein Glück, daß wir da wieder raus sind. Das hat ganz schön gestunken!" Sie kletterten noch eine Treppe hoch, da waren sie schon auf dem Dachboden. Sie guckten nach einem Mauseloch. Hier konnten sie es sich nämlich schon eher vorstellen, daß eine Maus hier ein Mauseloch hat. Sie suchten und suchten.
Endlich fand Alwin eine kleine Treppe, die an einem Holzbalken hochführte. Da sagte Alwin: "Vielleicht hat die Maus da oben ein kleines Häuschen." Als sie oben angelangt waren, sahen sie einen riesengroßen Holzkasten, wo wahrscheinlich für zehn Bücher einer Bibliothek und genügend Platz zum Wohnen drin wäre.
Alwin sagte: "Warum gucken wir da drin nicht nach?" Sie suchten zuerst nach einer Haustür, aber fanden sie erst nach zwei Stunden. Sie war nämlich oben auf dem Kasten, und der war ja ziemlich groß. Dann gingen sie hinein. Sie standen in einem großen Raum, aber da war ganz und gar nichts. Also guckten sie nach einer Tür, die vielleicht in einen anderen Raum führte. Doch sie fanden sie nicht. Auf einmal ertönte ein lautes Lachen. "Ha, ha ha! Jetzt habe ich euch!" Die Haustür schloss sich. Alwin und Lukas wollten unbedingt da raus. In einer Ecke fanden sie eine kleine Axt. Das meinte Alwin: "Das ist genau das richtige, um auszubrechen." Sie hauten ein großes Loch in die Wand. Dann krochen sie durch das Loch und sagten wie aus einem Munde: "Puhh, das wäre geschafft!"
Aber wie sollen wir jetzt die Maus kriegen!" Da meinte Lukas: "Ich hab`s! Wir hauen einfach noch ein Loch in die Wand, dann kommen wir doch an die Maus ran." Das taten sie dann auch, nur stellten sie fest, daß die Maus nicht mehr da war. Noch nicht mal das Buch war da.
Sie gingen wieder die kleine Treppe hinunter und eine der großen Treppen hinunter. Jetzt waren sie im zweiten Stock. Da sagte Alwin auf einmal:" Gleich kommt wieder die Abenteuertreppe, die so morsch ist." Sie kletterten die Treppe hinunter. Diesmal brach Lukas ein und stöhnte: "Das ist ja Horror! Ich konnte mich kaum noch halten. Zum Glück bin ich da noch rausgekommen." Sie kletterten weiter die Treppe hinunter. Nun kletterten sie die letzte Treppe hinunter.
Jetzt fragten sie sich: "Wie sollen wir hier bloß wieder raus kommen, die Tür ist schon wieder zu." Auf einmal kam ein Mann hinein. Sie nutzten den Moment und flitzten durch die Tür.
Alwin schrie: "Da ist sie!" und zeigte auf das Ende des Hauses. Lukas sa nur noch ein Stück des Skateboardes. Sie rannten ihr hinterher. Nach zehn weiteren Straßen schrie Alwin: "Ich kann nicht mehr, sie ist fast so schnell mit dem Skateboard wie ein normales Menschenkind! Die holen wir nie ein!"
Da sagte Lukas: "Aber wir müssen doch wissen, wo sie ihr Versteck hat!" Da meinte Alwin "Da hast du Recht!" und sie rannten weiter. Aber vergebens. Die Maus war so schnell, daß sie schon einen Vorsprung von einer Straße hatte. Sie rannten so schnell sie konnten. Zum Glück sahen sie jedesmal noch, um welche Ecke sie bog, sonst würden sie nie wissen, wo sie hinrollte.
Jettz kamen sie auf der Hauptstraße an, wo der riesengroße Einkaufsmarkt stand. Sie sahen sie gerade noch in dem Gedrängel verschwinden. Sie rannten weiter. Nun waren sie auch in dem Geschäft angelangt. Sie rannten Richtung Rolltreppe und fuhren ins erste Geschoss. Da suchten sie die Maus, aber vergebens. Da meinte Lukas: "Ich weiß, wo sie sein könnte. Sie mag doch so gerne Bücher. Wahrscheinlich ist sie in der Bücherei von dem Laden. Die haben hier bestimmt auch Bücher.
Sie fuhren ins 10. Geschoss, aber diesmal mit dem Fahrstuhl. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, wie sie das mit dem Knopfdruck gemacht haben. Ach, das war ganz einfach. Sie sind einfach einem Menschen nachgegangen, der hat sie zum Fahrstuhl geführt, sie sind einfach mit eingestiegen. Der Mensch wollte auch ins 10. Geschoss udn drückte den Knopf. Da hatten sie es ganz leicht.
Da suchten sie 10 Minuten nach der Bibliothek, dann kletterten sie in das erste Bücherregal und stöberten es durch. Hier fanden sie die Maus nicht. Sie kletterten in das zweite Regal, stöberten es durch. Da fanden sie sie auch nicht. Das waren die einzigen Bücherregale, die es hier gab. "MMhhh....," meinte Alwin. "Glaubst du, daß die Maus in der Spielzeugabteilung ist?" "Nöö!" brummte Lukas.
Auf einmal ertönte eine laute Stimme: "Ein Elektroauto ist verschwunden, ein Elektroauto ist verschwunden! Wenn Sie es sehen, bitte melden an Kasse sieben!"
Jetzt wußten die beiden kleinen Dedektive sofort, daß die komische Maus das Elektroauto gestohlen hat und wahrscheinlich schon längst wieder auf dem Weg nach Hause war. Sie rannten wie sie konnten. Nach fünf Minuten waren sie aus dem Geschäft, drängelten sich durch die Masse und flitzten los. Bis zur Bibliothek, sie gingen durch den Geheimgang von Lukas und sahen an einer Wand ein schönes Elektroauto stehen. Wahrscheinlich war das das Auto von der Maus, das sie gestohlen hat. "Sie hat es bestimmt als Fahrzeug benutzt." sagte Lukas. Alwin fragte: "Und wie hat sie dann das Skateboard mitgenommen?"
"Das hat sie wahrscheinlich einfach obenauf geschnallt oder hinterhergezogen." meinte Lukas. "Jetzt müssen wir aber schnell in das Mauseloch, damit wir sie endlich kriegen." meinte Alwin. Sie nahmen sich ein Stock von draußen und stürmten die Tür. Die Tür brach entzwei. Sie stöberten die ganze Wohnung durch. Nur die Maus und das Buch fanden sie nicht. Sie fanden nur ein anderes Buch, aber das war nur ein dummes Pixi-Buch. Sie gaben für heute das Suchen auf. Es war schon sieben Uhr abends. Alwin meinte: "Jetzt ist aber Zeit, daß wir uns verabschieden. Ich muß dringend ins Bett, ich bin müde."
Lukas ging sofort in seine Wohnung. Er brauchte wahrscheinlich nur 2 Sekunden. Alwin musste erst ganz zu sich nach Hause gehen, bis zur alten Villa, ins zweite Geschoss. Die Villa hatte hohe Wände und die Räume waren sehr groß. Alwin hatte sein Mauseloch in einer morschen Fußleiste. Als er die Milch ausgetrunken hatte, fiel er schon fast schlafend ins Bett.
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