4tes Kapitel
Am nächsten Morgen war es sehr kalt. Alwin hatte großen Hunger. Er machte sich fünf Brotkrumen zurecht und dann dazu noch Käse, man muß dazu sagen: Ein großes Stück Gouda. Das war Alwins Lieblingskäse. Er bereitete sich noch Milch vor und Kakao. Das Pulver hat er in der großen Speisekammer von der Besitzerin der Villa gefunden. Er wollte ihn unbedingt einmal probieren. Als er alles aufgegessen hatte, dachte er: "Wenn ich noch mehr essen würde, platze ich!"
"Jetzt muss ich aber sofort zur Lukas. Ich muss mich ganz schön beeilen." Er sprang mit großen Sprüngen die große Treppe hinunter. Dann rannte er bis zur Tür und schlitterte auf Knien durch den Türspalt. Nun rannte er schnell zur Bibliothek. Sie hatte schon geöffnet. Die Tür stand weit offen, darum brauchte er diesmal nicht ganz um die halbe Bibliothek zu rasen. Er rannte zu Lukas und klopfte dreimal kräftig an die Tür. Lukas empfing ihn fröhlich.
Er sagte: "Guck mal, was in der Zeitung steht. In der Zeitung steht, sie hätten den Täter gefunden, aber das Buch immer noch nicht. Aber guck dir mal das Foto an, da ist es ein Mensch."
Alwin: "Aber ich weiß, daß es die Maus war, sie hatte ja selbst das Buch dabei. Deshalb sind wir auf der richtigen Spur und nicht sie. Sie meinen nur, sie hätten den richtigen Täter! Und vielleicht finden wir die Maus in ihrem Mauseloch hier in der Schulbibliothek!"
Lukas: "Du hast Recht. Die ist ganz bestimmt da. ich kann mir nicht vorstellen, daß sie schon aus den Federn ist, so wie wir, denn es ist immerhin vier Uhr morgens!
Sie gingen zu der Stelle, wo das Mauseloch war. Aber sie fanden nur ein zugegipstes Mauseloch.
Alwin: "So`n Mist. Sie hat ihr Mauseloch versperrt! Wahrscheinlich hat sie irgendeinen Geheimgang!"
Lukas: "Oder sie ist ausgezogen!"
Sie suchten das ganze Haus ab, aber fanden nichts. "Sie ist bestimmt in ihrer anderen Wohnung", sagte Lukas.
Sie gingen durch ungefähr zehn Seitenstraßen und eine Hauptstraße. Als sie in einer von den zehn Seitenstraßen eingebogen sind, sagte Alwin: "Ich glaub, hier irgendwo muss sie sein!" Sie guckten nach der Hausnummer, die hatte sich Lukas nämlich gemerkt. Sie krochen an der kaputten Stelle der Tür hindurch und kletterten einen nach dme anderen die Treppe hoch. Diesmal sind sie in keiner Treppe eingebrochen.
Sie gingen über den Dachboden die Mäusetreppe hoch und drangen in das von ihnen gemachte Loch. Beinahe hätte Lukas sich einen Splitter ins Beingestochen, denn das Loch hatte an den Rändern noch viele Splitter. Sie fanden auch die Tür zu dem großen Raum, wo sie gedacht hätten, es wären viele Bücher drin. Doch es waren keine Bücher mehr drin, nur noch ein großer Haufen Blätter, der zerknabbert war. Die Maus sahen sie allerdings auch nicht. Sie kletterten wieder aus der Wohnung hinaus, die kleine Mäusetreppe hinunter und drei der großen Treppen.
Nur ein kleines Problem gab es, denn zwei dicke Kalksteine versperrten die abgebrochene Ecke der Tür, die sie als Ausgang benutzt hätten. Luckas meinte: "Das war bestimmt die Maus!"
Alwin: "Nein, die ist doch gar nicht so stark, wir sind zu zweit und schaffen es nicht, sie wegzutragen. Dann schafft sie es erst rechnt nicht!"
Sie warteten eine Stunde, bis irgendein Mann die Tür aufmachte und sie raushuschen konnten. Er guckte ihnen verdutzt nach und ließ die Tür hinter sich zufallen. Alwin schlug vor, dass sie zum Supermarkt gehen könnten, das taten sie dann auch. Sie huschten fünf Seitenstraßen entlang und rannten die Hauptstraße entlang, bis sie bei dem Supermarkt angekommen waren.
Da sahen sie die Maus im dritten Geschoss gerade in einer Tür verschwinden, wo draufstand. "Zutritt verboten. Nur Arbeiter des Supermarktes"
Sie versuchten, die Tür irgendwie aufzumachen, aber schafften es nicht. Sie haben es z.B. mit der Methode versucht, sich auf die Türklinke zu setzen, aber dafür waren sie viel zu leicht. Sie gaben es auf. Denn viel mehr Möglichkeiten fielen ihnen auch nicht ein.
Sie gingen wieder aus dem Supermarkt hinaus und versuchten von außen den Regenwasserabfluss hinauf zu klettern und durch das Fenster in den Raum, der sich hinter der Tür verbarg, hineinzugelangen. Dann würden sie auch die Maus finden. Aber das Abwasserrohr hatte Löcher. Das hatte Vor- aber auch Nachteile. Denn sie konnten sich an den Löchern festhalten, aber das Wasser schoss raus wie bei einem Gartenschlauch. Sie wurden hinuntergefetzt wie in einem Wasserfall. Sie gaben díeses auch auf.
Da meinte Lukas: "Die Maus ist bestimmt in der Zeit, in der wir versucht haben, das Wasserrohr raufzukommen, schon wieder aus der Tür rausgegangen und geflohen!"
Also rannten sie zurück in den Supermarkt.
Sie rannten in Richtung Rolltreppe. Alwin meinte nämlich: "Die Maus ist bestimmt dort oben. Aber weil sie möglichst schnell oben sein wollten, versuchten sie noch, die Treppenstufen die Rolltreppe hinaufzuhüpfen, damit sie schneller oben waren. Als sie dann ganz oben waren, waren sie völlig aus der Puste.
Als sie sich durch das Gedrängel wühlten, sahen sie auf einmal einen Mäuseschwanz. Sie rannten dem Mäuseschwanz hinterher. "Das ist bestimmt die komische Maus!" meinte Lukas. Sie sahen nur noch, wie die Maus die Rolltreppe hinaufhuschte. Sie rannten der Maus noch lange hinterher, kriegten sie aber nicht. Nach einer Zeit meinte Alwin: "Ich kann nicht mehr!" Ich bin dafür, wir geben die Verfolgungsjagt auf." "Ich auch!" stöhnte Lukas.
Aber Alwin meinte: "Wir dürfen nicht aufgeben!"
"Du hast Rext, Alwin! Laß uns einen Plan entwickeln." rief Lukas aus.
"Am besten, wir gehen zu dir in die alte Villa, Alwin!"
Sie flitzten nach Hause zu Alwin's Villa. Daheim angekommen machte Alwin Lukas uns sich erst einmal eine Tasse Kakao. Genüßlich Kakao schlürfend, dachten sie nach.
Plötztlich fragte Lukas: "Wo hast du eigentlich dieses Zeug`s her?"
Alwin: "Ich habe es in der Speisekammer der Besitzerin der Villa gefunden. Aber jetzt müssen wir dringend einen Plan entwerfen." Auf einmal guckte Lukas auf die Uhr und stieß einen entsetzten Schrei aus. "Was???" Es ist schon zwei Uhr nachts! Ich muss dringen nach Hause und Benjamin ins Bett bringen!"
Er rannte auf dem schnellsten Wege nach Hause und Alwin ließ sich ins Bett fallen. Er schlief sofort ein. Am nächsten morgen klingelte der Wecker nicht. Alwin verpennte. Als er aufwachte, fiel er fast aus dem Bett, als er auf die Uhr guckte. Er war zwar tierisch hungrig, aber ihm war klar, daß er nichts essen konnte, denn er mußte ganz ganz dringend zu Lukas. Er sog sich schnell seinen Mantel an, setzte seinen Hut auf, schlüpfte in seine Schuhe und rannte los. Als er ankam, war er völlig außer Atem.
Sie setzten sich an einen runden Glastisch und überlegten, aber es kam nichts dabei heraus. Auf einmal kam Benjamin hinzu und fragte: "Braucht ihr einen Gehilfen?" Lukas: "Joaaa... ?!"
"Ja komm mal her, Benjamin!" meinte Alwin, "Wir müssen einen Plan aushecken. Du kannst uns gut helfen!"
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