2tes Kapitel Lukas Schlaumeier

 Alwin nahm sich vor, seinen Freund schon jetzt zu fragen. Also zog er seinen Mantel an und schlüpfte in die Schuhe. Dann ging er los. 

Sein Weg war nicht sehr weit, denn sein Freund hatte sein Mauseloch in der Schulbibliothek. Son nach 10 Minuten war er da. 

Als er hineingehen wollte, merkte er, daß die Schulbibliothek noch geschlossen hatte. Also mußte er durch den Geheimgang von seinem Freund. Er ging zur Hälfte um die Schulbibliothek herum, nun war da ein kleines Mauseloch. Er schlüpfte hinein und ging zwischen den ganzen Bücherregalen hindurch, bis er an einem Mauseloch ankam mit dem Namensschild auf der Tür, auf der stand: 

Lukas Schlaumeier

Er klopfte dreimal an, dann wurde ihm die Tür von einer kleinen Maus geöffnet. Jetzt denkt ihr wahrscheinlich, daß wäre Lukas höchstpersönlich. Nein, es war sein Sohn Benjamin, denn Lukas las gerade ein dickes Buch. Benjamin sagte: "Komm herein, Alwin.!

Alwin trat ein. Er sah Lukas gerade in einem großen, dicken, weißem Buch lesen mit der Überschrift. "Alles über Mäuse."

Benjamin sagte: "Papa, Alwin ist da."

Lukas guckte Alwin an und sagte: "Hallo Alwin! Willst du eine Tasse Milch?"

"Au ja!" meinte Alwin. 

Alle drei gingen in die Küche. Lukas goß sich und Alwin eine Tasse Mich ein und fragte Benjamin, ob er auch eine Tasse wolle. Doch Benjamin verneinte und verließ die Küche. 

Mitten im Trinken fragte Alwin auf einmal: "Du, Lukas? Hilfst du mir, einen Fall zu lösen?"

Lukas: "Was für einen denn?"

Alwin: "Du hast doch bestimmt schon mitbekommen, daß ein Buch hier verschwunden ist, oder?"

Lukas: "Na klar, hier verschwinden doch sämtliche Bücher und kommen natürlich wieder!"

Alwin: "Aber dieses kommt doch nicht wieder!"

Lukas: "Wie, das verstehe ich jetzt nicht so ganz."

Alwin: "Das Buch wurde gestohlen, es kam doch sogar in den Nachrichten, weil es das wertvollste Buch hier ist. 

Lukas: "Ach so, das Buch wurde gestohlen und ist das wertvollste Buch hier. Dann kann ich dir sogar sagen, wovon das Buch handelt. 

Alwin: "Wovon denn?"

Lukas: "Das Buch handelt über das Geschehen hier in der Bibliothek und wieviel Bücher am Tag ausgeliehen werden und wiedergebracht werden und so weiter und so fort."

Alwin: "Danke für den Tipp, aber hilfst du mir denn nun, den Fall zu lösen oder nicht?

Lukas: "Na klar, ich bin doch dein bester Freund."

Alwin: "Gut, wie wollen wir denn auftreten?!

Lukas: "Wie auftreten? Willst du etwa auf einer Bühne einen Dedektiv spielen?"

Alwin: "Nein, natürlich nicht. Auftreten bedeutet auch, unter welchem Namen wir das Ganze unternehmen wollen."

Lukas: "OK, aber ich weiß nicht, mit welchem Namen wir auftreten sollen."

Alwin: "Ich habe einen Vorschlag, vielleicht Wolfgang Ramke und Gustav Rat."

Lukas: "Aber das sind doch bekannte Namen, der Ramke ist hier der Rektor und der Rat ist Lehrer."

Alwin: "Hmm. Das wußte ich nicht. Hast du denn einen anderen Vorschlag?"

Lukas: "Ja, vielleicht als Dedektiv Zwerglicht und sein Gehilfe Augustin Riesenlicht."

Alwin: "Dein Deckname ist ja ganz gut, außer der Nachname. Für mich bräuchten wir noch einen anderen Namen. Wie wäre es mit Henrik Spürnase und Augustin Hase?"

Damit war Lukas einverstanden. 

Nun erkundigte sich Alwin: "Wann wollen wir den loslegen?"

Lukas sagte: "Am liebsten gleich jetzt!"

"Aber wir müssen doch noch alles besprechen!" behauptete Alwin. 

Lukas: "Was willst du denn besprechen? Wir haben doch schon alles besprochen!"

Alwin alisas Henrik Spürnase: "Aber wir müssen doch noch deine Dedektivsachen besorgen!"

Lukas alias Augustin Hase: "Da hast du Recht!"

Lukas zog sich seine Jacke an und machte die Haustür auf. Nun gingen sie beide wieder zwischen den Regalen hindurch, bis sie bei dem Geheimloch waren. Zuerst schlüpfte Lukas durch, dann Alwin. Nun stiefelten se die Straße entlang. Dann bogen sie in eine Seitenstraße. Danach kamen sie auf eine Hauptstraße. Ganz in der Ferne sahen sie den Einkaufmarkt. Sie gingen weiter in die Richtung des größten Einkaufsmarkt der Welt. 

Zehn Meter davor sah Alwin wieder diese komische Maus. Er sagte: "Du Lukas, da ist der Typ, der das Buch gehabt hatte. " Nun war der Typ völlig anders gekleidet. Er hatte einen gelben Pulli und eine rote lange Hose an. Er rollte auch nicht mehr auf dem Skateboard, sondern ging zu Fuß. Das Buch hatte er auch nicht mehr dabei. 

Lukas sagte: "Warum schnappen wir uns ihn nicht?" Lukas war schon halb am Losrennen. Alwin packte ihn im letzten Moment noch am Kragen und Alwin schimpfte: "Du Idiot! Erstens müssen wir noch deine Klamotten holen und zweitens nützt es uns nichts, wenn wir mit ihm bei der Mäusepolizei ankommen und wir haben noch nicht einmal Beweise, daß er das Buch gestohlen hat."

Nun zog er Lukas in den Laden. 

Fast wurden die beiden plattgetrampelt, weil dort ein tierisches Gewusel von Menschen war. Sie konnten sich im letzten Moment noch unter ein Regal retten! Nach einer Weile hatte sich das Gewusel gelegt. Sie krochen vorsichtig unter dem Regal hervor. Auf einmal kreischte eine Frau: "Iiiiiihhhhh!!!! Da sind Mäuse!!!

Alwin und Lukas rannten wie sie konnten, denn ihre kleinen empfindlichen Ohren konnten dieses Geschrei nicht aushalten. Als die Frau aufhörte zu schreien sagte Lukas außer Atem: 

"Fast wäre mein Trommelfell geplatzt!"

Alwin sagte zu Lukas: "Komm, wir müssen die Abteilung für Oberbekleidung suchen. Nach zwei Stunden Suchen haben sie die Abteilung gefunden und stellten entsetzt fest, daß Menschenkleider Lukas wahrscheinlich nie und nimmer passen werden. Sie sagten wie aus einem Munde: "Alles umsonst!!!

Da kam ihnen ein kleiner Junge mit einer Catch-Figur entgegen. Da schrie Lukas: "Ich hab`s! Wir gehen einfach in die Spielzeugabteilung und holen dort meine Sachen. Da fragte Alwin: "Sag mal, wie wollen wir das bezahlen, wir haben doch gar kein Geld und sind außerdem Mäuse. Lukas sagte: "Dann nehmen wir uns die Sachen ganz einfach mit."

"OK" sagte Alwin. 

Sie gingen los. Auf einmal sahen sie eine Rolltreppe. Lukas sagte: "Wahrscheinlich müssen wir da hoch." Beide gingen auf die Rolltreppe. Da schrie auf einmal ein kleines Mädchen mit einem Käse in der Hand: "Iiiiiihhhh, gitttiiiigiiiittt. Da sind zwei Mäuse" und ließ den Käse fallen. Natürlich freuten sich die beiden, daß der Käse runtergefallen ist, aber andererseits fielen ihnen fast die Ohren ab, weil fast alle Frauen auf der Rolltreppe anfingen zu schreien. Alles brach in ein heilloses Durcheinander aus. Die Mäuse flüchteten auf ein Regal und hielten sich die Ohren zu. Nach einer Zeit kletterten sie von dem Regal und gingen dem nächsten Abenteuer entgegen. 

Sie mußten schon wieder auf eine Rolltreppe!

Diesmal versteckten sie sich unter einer Plastiktüte, damit sie keiner bemerkte. Nur leider wußten die Leute nicht, daß unter der Plastiktüte etwas lag und nun trat eine Frau mit hohen Absätzen Alwin auf den Schwanz. Alwin schrie: "Auaaaaa!"

Die Frau zuckte zusammen und nahm den Fuß sofort von der Plastiktüte. Lukas fragte: "Ist der Schwanz noch dran?"

Alwin anwortete: "Zum Glück ja!"

Als sie oben angelangt waren, besah Alwin seinen Schwanz, ob er noch ganz normal war. Entsetzt mußte er feststellen, daß der Schwanz anschwoll. Er leckte seienn Schwanz sofort ganz naß um ihn zu kühlen. 

Jetzt waren sie endlich in der Spielzeugabteilung. Sie sahen Autos, sie fanden Elektroeisenbahnen, Kuscheltiere, LEGO, Bauklötze, Malstifte, Holzperlen, sprechende Puppen, Spilzeughäuser, Modellautos, Bastelbücher, Metallbaukästen, Modellbauflugzeuge , nur keine Catch-Figuren. Alwin sagte: "Die müssen diese Figuren doch haben, sonst wäre uns der Junge ja nicht mit solch einer Figur entgegengekommen." Auf einmal kam ihm eine Idee. "Du, Lukas, wir haben noch überhaupt nicht auf den Regalen geguckt." Lukas: "Genau!" DAs taten sie dann auch. 

Da oben fanden sie Playmobilfiguren, Puppenhäuser, Puppen, und auch endlich Catch-Figuren. Sie mußten jetzt nur noch eine Figur finden, die die passenden Klamotten anhatte. Sie fanden eine mit Vampirumhang und Maske, eine mit Cowboy-Klamotten einen Roboter, der sich in ein Auto verwandeln konnte, einen komischen Typ mit grüner Hose, schwarzer Jacke, Pistole in der Jackentasche und einem Messer in der Hand. 

Lukas fragte sich, wie man bloß mit solchen gräßlichen Figuren spielen konnte. Nach 20 Figuren fanden sie endlich einen Dedektiv mit grauem Hut, der leider aus Plastik an seinem Kopf war und mit einem Mantel an, einer schwarzen Hose und grauen Stiefeln. 

Lukas zog seine Jacke aus und probierte gleich den Mantel an. Der paßte ihm genau. Er probierte die Hose an, die paßte ihm auch, nur musste er hinten ein Loch für seinen Schwanz reinschneiden. Die Stiefel brauchte er nicht, denn er hatte eigene. 

Nun kletterten sie von dem Regal, gingen Richtung Rolltreppe, diesmal tarnten sie sich als Spielfiguren, die auf der Rolltreppe rumlagen, damit man nicht gleich erkannte, daß sie Mäuse waren, legten sie noch ein paar Spielfiguren um sich herum. 

Gut, das war geschafft, bei dieser Fahrt hat kein einziger geschrien. Nur hätte fast ein Junge Lukas mitnehmen wollen. Aber die Mutter sagte: "Nein, Gustav, die Figur nimmst du nicht mit, die ist viel zu teuer."

Sie gingen weiter Richtung zweier Rolltreppen. Auf dem Weg dahin schmiß Alwin seine Figur weg und stöhnte: "Die ist mir viel zu schwer." Lukas sagte "Gute Idee!" und schmiss seine Figur auch weg, ohne nachzudenken, daß sie dann ja nicht mehr so gut getarn waren. Nun waren sie auf der Rolltreppe angelangt. 

Die beiden hatten Glück, denn sie Hatten die Rolltreppe fast für sich alleine. Als sie unten ankamen, sahen sie kurz einen Schwanz einer Maus, die ein graues Käppi verlor. Nun wußte Alwin sofort, daß es wahrscheinlich dieser komische Typ war. Er sagte: "Komm, der missen wir hinterher, das ist sie! Die komische Maus!" Sie rannten so schnell sie konnten hinter ihr her, doch sie verschwand im Menschengewusel. 

Auf einmal ertönte eine Stimme: "In fünf Minuten schließt das Kaufhaus!"

Alwin sagte: "Komm Lukas! Wir müssen schnell hier raus, sonst werden wir noch eingeschlossen!"

Sie rannten durch das Getümmel zur Tür hinaus. Draußen war es schon dunkel. Wenn die Straßen nicht von Straßenlaternen erleuchtet wären, hätten sie wahrscheinlich nichts erkannt. Sie gingen die Straße entlang. Lukas sagte: "Wenn ich gleich zuhause ankomme, falle sich sofort ins Bett!" Alwin meinte erschöpft: "Ich auch!"

Sie gingen weiter. Als sie bei der Schulbibliothek angekommen waren, trennten sie sich. Alwin mußte bis zur alten Villa alleine weitergehen. Als er vor dem Tor stand, fiel ihm auf, daß die Villa im Dunkeln total unheimlich aussah. Nun ging er den Weg zur Haustür entlang und schlüpfte unten durch den Türspalt. Alwin ging in sein Mauseloch und ließ sich sofort ins Bett fallen. 

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